Eine geologische Struktur, die entsteht, wenn Magma bis an die Oberfläche eines Planeten aufsteigt, heißt Vulkan. Man unterscheidet aus drei Arten von Vulkanen, den
Schildvulkanen, den
Schichtvulkanen und dem
Schlacken- und Aschenkegeln. Circa 95% der auf der Erde aktiven Vulkane sind Schichtvulkane, Schildvulkane machen ca. 5% der Vulkane aus. Schlacken- und Aschenkegel existieren hingegen nur in geringer Zahl. Auf der
Erde gibt es ca. 1900 aktive und eine Vielzahl erloschender Vulkane [→
Liste der Vulkane]. Auch in Deutschland gibt es vulkanisch aktive Regionen, das bekannteste Beispiel dafür ist die
Vulkaneifel. In den Kratern einiger Vulkane bilden sich durch besondere Umstände
Kraterseen.
Vulkane sind über die ganze Erde verteilt, doch ihre Verteilung ist nicht zufällig, denn man kann sie mit Hilfe der Erkenntnisse der Plattentektonik verstehen. Es gibt drei verschiedene Arten von Ballungsgebieten:
Am Meeresgrund gelegene Vulkane, wo die Erdplatten auseinanderdriften (sogenannte Spreizungszonen). Es gibt nur wenige Ausnahmen von Vulkanen in Spreizungszonen, wo sich die Vulkane nicht am Meeresgrund, sondern z.B. auf Vulkaninseln befinden. Eine Übersicht der Spreizungszonen finden Sie auf der
Plattentektonischen Karte. Die an diesen Zonen entstandenden Vulkane sind hauptsächlich
Schildvulkane, aber durch diese Art kommt es auch dazu, dass sich sogenannte
Vulkaninseln bilden, welche durch
Vulkanausbrüche am Meeresgrund entstehen.
An
Subduktionszonen gelegene Vulkane sind die sichtbarsten und zudem die bekanntesten Vulkane, denn sie können sowohl auf Inseln, aber auch auf dem Festland entstehen und machen ca. 95% der Vulkane auf der
Erde aus. (z.B.
Vesuv) Diese Vulkane entstehen durch einen besonderen und sehr komplizierten Bildungsprozess „Schicht für Schicht“, sodass die entstehenden Vulkane
Schichtvulkane genannt werden. Durch diese Art kann es aber auch dazu kommen, dass sich
Vulkanketten bilden, da auf einem relativ kleinem Raum viele Vulkane entstehen können.
Vulkane über sogenannten
Hot Spots sind selten, da es weltweit zurzeit nur etwa 40 eindeutig bestimmte
Hot Spots gibt.
Hot Spots sind aufgeschmolzene Bereiche im Erdmantel aus denen Magma austreten kann. Wenn die ausgeflossene Magma eine gewisse Vikosität (Zähflüssigkeit) besitzt, dann kann ein Vulkan entstehen. Die bekanntesten Vulkane/Inseln auf
Hot Spots sind
Hawaii und die
Azoren. In
Europa findet man in
Frankreich die
Auvergne und sogar in
Deutschland findet man einen „Hot Spot“, nämlich die
Vulkaneifel.
Vulkanausbrüche sind eine Form des Vulkanismus, denn unter ihm versteht man alle geologischen Vorgänge und Erscheinungen, die mit dem Aufsteigen von Magma aus dem Erdmantel bis zur Erdoberfläche verbunden sind. Der Vulkanismus umfasst alle Formen vulkanischer Aktivität. Zudem umfasst er alle Austrittsformen des Materials als feste (z.B. Aschen und Bimsstein), flüssige (z.B. Lava) oder gasförmige (z.B. Fumarole) Stoffe, so zählt aus einem Vulkan austretender Rauch aber auch ein Vulkanausbruch als Vulkanismus. Die Intensität des Vorgangs ist von Vulkan zu Vulkan unterschiedlich, denn in der Regel ist Vulkanismus an tektonisch aktive Regionen gebunden, wie Subduktionszonen oder Mittelozeanischer Rücken - es treten aber auch Magmen aus größerer Tiefe an atektonischen stationären „Hot Spots“ wie z.B. Hawaii aus.
Nicht selten treten auch Mischformen der Begleiterscheinungen auf wie z. B. die verheerenden pyroklastischen Ströme. Die verheerenden Folgen des Vulkanismus [→ vulkanische Rekorde] können neben diesen direkten Folgen auch indirekte Folgen für Menschen umfassen.